Meine Motivation

 

Ich habe begonnen, dieses Blog aufzubauen nachdem eine Freundin meinte „Auch wenn ich keine direkt Betroffene bin, so finde ich das, was Du auf facebook postest immer lesenswert – das sollte mehr Menschen zugänglich sein…!“

Dieselbe Freundin sagte allerdings auch „Du lädst Dir EINFACH NUR ein wordpress Theme runter und kannst gleich loslegen…“

 

 

Hmmmm. Ja. Ich hatte von Januar bis April 2016 an der TH Köln eine Weiterbildung zur Social Media Managerin absolviert und abgeschlossen – im Block und im Pulk (zusammen mit etwa 35 mind. 20 Jahre jüngeren Weiterbildungswilligen), allein unter „natives“ als „digital imigrant“. Aber schon im August 2016 musste ich mich um die Bekämpfung meines ersten Rezidivs kümmern (maligner Tumor im vorderen oberen Mediastinum)… Was ich mir mühsam in Marathon-Vorlesungen zu Monitoring, Communications, Online-Werbung, Virales Marketing, SEO und Recht ins nicht mehr ganz so junge Hirn gehämmert habe, ist mir – ohne learning by doing – alsbald wieder aus dem Chemo-Brain herausgefallen.

Programmiertechnisch hatte ich sowieso nie auch nur den blassesten Schimmer.

Und so habe ich den zumindest den ganzen technischen Kram schließlich in Davids kompetente Hände bei W3ME gegeben…

 

Das Schreiben an sich ist für mich ein wichtiger Baustein in der Be- und Verarbeitung meiner Erkrankung

– und wenn es einfach so nur für mich ist. Zusätzlich hilft mir die Kommunikation mit anderen Betroffenen, meine Krankheit besser zu verstehen und gibt mir umgekehrt das Gefühl in dem was mich bewegt verstanden zu werden.

 

Mit diesem Blog möchte ich anderen in meiner Situation sowie Sekundär-Betroffenen wie Freunden und Familie oder auch einfach nur Interessierten einen Einblick in (m)ein Leben mit metastasiertem Brustkrebs geben.

 

Oh jeh – eine „Selbsthilfegruppe“

Schon bei dem Wort stellen sich mir noch immer die Nackenhaare hoch – das ist für mich eine Truppe von Jammerlappen, die sich gegenseitig bemitleiden… Ich würde nach so einem Treffen garantiert noch mieser drauf kommen… Aber ich weiß heute auch, dass mich keine Sau in Gänze und Tiefe verstehen kann, außer einer „Armen Sau“ wie ich, die selbst betroffen ist. Und wenn ich ganz ehrlich bin, brauche ich meine Parallel-Welt mit betroffenen GLEICHGESINNTEN!

 

Aufgrund der gleichen Gesinnung sind über die Zeit nette Bekanntschaften (aus dem allerersten „Chemokränzchen“), echte Freundschaften (mit den fünf „Seeröschen“ aus der ersten REHA im Allgäu gehe ich seit 2012 jährlich ein paar Tage wandern) sowie eine enge virtuelle Verbundenheit mit einigen Inter-Netten entstanden (wie etwa aus der Community der „Fortis“, einer geschlossenen „Geheim“-Gruppe auf facebook)…

 

Ich habe mich aber keineswegs in meine Krebs-Welt zurückgezogen – in meinem „eigentlichen“ Leben habe ich tolle, loyale Freunde und kann dankbar für ein verlässliches soziales Netz sein. Und ohne meine Eltern säße ich mit meinen Kindern unter irgendeiner schäbigen Rheinbrücke. Familie und Freunde kommen hier also auch vor. Weitestgehend anonymisiert versteht sich.

 

Sollte jemand befürchten erkannt zu werden und dies nicht möchten oder auch Gedanken, die ich aufgegriffen habe, nicht teilen wollen oder wünschen, dass ein Foto entfernt wird, teilt mir das mit udn ich lösche es umgehend… Bitte überlegt aber ob es nicht irgendwem weiterhelfen könnte!!!

 

Ganz und gar nicht anonym ist das, was ich hier auf meinem Blog über mich, mein Leben und den Sch…-Krebs preisgebe. Dabei bin ich authentisch und direkt. Auch sprachlich. Damit kommt nicht jeder klar – aber es wird ja niemand gezwungen meine Texte zu lesen. Das Lesen hier ist freiwillig. Daher seht bitte von persönlichen Anfeindungen ab – das kann ich in meiner Situation wirklich nicht gebrauchen… Aber jemand anderer kann vielleicht den Input gebrauchen, den er hier bekommt.

 

Gerne noch ein Wort zur Nettikette

 

Dieses Blog soll einen Einblick in ein Leben mit metastasiertem Brustkrebs gewähren und Möglichkeiten bieten, von Wissen, Gedanken und Erlebtem zu profitieren.

Schreibt wie Euch der Schnabel gewachsen ist. Da mische ich mich weitestgehend auch gar nicht ein. Es handelt sich aber nicht um ein Freundebuch. Überlegt Euch bitte bevor Ihr postet „Wen interessiert das hier?“. Ein Foto vom Frühstücksbrötchen, ein Video vom Gras im Vorgarten oder die Adresse des Lieblings-Hundefrisörs sind für andere hier wahrscheinlich ebenso wenig interessant wie die Anleitung zum Bau einer Modelleisenbahn… ich weiß, Ihr habt’s verstanden ;-).

 

Freie Meinungsäußerung gehört zu den Grundrechten – und ich freue mich über jede Meinung auf meinem Blog.

Behaltet aber bitte im Hinterkopf, ob Euer Kommentar anderen LeserInnen einen – wie wir Werber so schön sagen – „Mehrwert“ bietet…

 

THINK before you write.

 

T     Is it TRUE?
H    Is it HELPFUL?
I      Is it INSPIRING?
N    Is it NECESSARY?
K     Is it KIND?

 

Seid offen und ehrlich, aber schützt Eure Privatsphäre und wahrt auch die anderer.

Gebt nichts preis, was Ihr nachher bereuen könntet – nicht über Eure Person, und schon gar nicht über andere. Respektiert es, wenn jemand einen Alias-Namen (einen so genannten „Nick“) benutzt. Gebt keine echten Namen oder andere persönlichen Informationen ohne Zustimmung weiter.

 

Bitte benutzt mein Blog nicht als Kanzel für Predigten.

Was andere schon in natura nicht hören wollten, möchte auch keiner in schriftlicher Form lesen. Auch wegen jedem Kommentar gleich eine Grundsatzdiskussion zu führen wird andere weniger von Eurer Meinung überzeugen als vielmehr davon, dass sie solche Beiträge lieber überlesen.

Kaum besser als ein Prediger ist der Querulant. Wenn sämtliche Beiträge so aussehen, als

wären sie einem Beschwerdebrief an die Stadt entsprungen, wird auch das auf Dauer lästig.

 

Und es versteht sich eigentlich von selbst, dass…

 

…nichts und niemand hier beschimpft oder herab gesetzt wird.
Weder Kommentare noch Personen.

Derartige Kommentare oder Menschen verachtende Aussagen werde ich löschen und ggf. sogar den Account sperren.

 

…Beiträge folgender Art umgehend entfernt werden:

Pornografie, Rassismus oder Diskriminierung (etwa wegen des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der Abstammung, der religiösen Zugehörigkeit oder Weltanschauung), rechts- und linksradikale Äußerungen sowie Aufforderungen zu Gewalt oder anderen Straftaten und natürlich sonstige rechtswidrige Inhalte.

 

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss natürlich mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Aber soweit soll es ja gar nicht kommen.

 

Als Betreiber dieses Blogs habe ich klare Kommunikationsziele und versucht,

meine Absichten deutlich zu umreißen.

 

Bitte respektiert das und habt Verständnis dafür, wenn ich schonmal hinsichtlich Quantität und Qualität der Kommentare gemäß meiner selbst auferlegten „Sachdienlichkeit“ regulierend eingreife.

 

Also dann: Willkommen in meinem Leben.

Yvonne