To be continued

 

…klingt zunächst verheißungsvoll. In Kombination mit einem Cliffhanger, der den Atem stocken lässt– wird der Held die Klippe hinabstürzen oder wird er gerettet? – fragt sich der Serien-Zuschauer oder Leser wie die Geschichte wohl weitergeht…

 

Bei mir stellt sich allerdings immer wieder die Frage, OB?! die Geschichten, die ich schreibe überhaupt weitergehen? Ich habe ein 40-seitiges Konzept für ein TV-Format („Get a Life“), ein bild-lastiges Kinderbuch (fertig, aber ohne Illustrationen) und eben auch ein angefangenes Brustkrebs-Buch von rund 300 Seiten in der Schublade liegen… und, und, und…

 

Ich langweile mich nie. Es gibt mir einen Riesen-Kick Ideen und Gedanken zu Papier zu bringen – in solchen Phasen bin ich regelrecht süchtig nach meinem Mac. Das Problem ist nur, ich bringe meine PS schlussendlich nicht auf die Straße. „To be continued…“ grenzt an Selbst-Sabotage und scheint ein wiederkehrendes Verhaltensmuster zu sein. Aber das steht auf einem anderen Blatt und dem Grund dafür müsste man vielleicht mal auf der Therapie–Coach nachgehen. Es ist allerdings auch so, dass ich schnell das Interesse verliere, sobald das raus ist, was mich gerade aktuell umtreibt, da mir dann schon wieder andere Themen durch den Kopf gehen… So war es dann auch mit dem Brustkrebs-Buch.

 

Zum Zeitpunkt meiner Erst-Diagnose war ich 46 Jahre alt, alleinerziehende Mutter von einer Fünf- und einer Neun-Jährigen und plagte mich in Sachen Scheidung mit meinem Ex herum… Und nein, nach dem Brustkrebs bin ich weder einen Marathon gelaufen, noch habe ich eine Stiftung gegründet oder sonstige Heldentaten vollbracht – ich habe einfach mit meinem Leben weitergemacht. Ich war und bin immer noch die Frau von Nebenan. Die in der Schlange an der ALDI-Kasse. Die, der man im Wald mit ihrem Hund begegnet. Eine, die sich genauso wie alle anderen über das schlechte Wetter ärgert. Eine von jährlich 72.000 Frauen in Deutschland, die der Brustkrebs erwischt.

 

Wie das mit dem Brustkrebs so war und wie sich das für mich angefühlt hat

– das habe ich mitgeschrieben. Zunächst für mich – und mehr und mehr auch für die “Liebe Du auch“.

 

Ich habe monatelang 4-6 Stunden am Tag an dem Buch gearbeitet – recherchiert und geschrieben… Nach Ablauf des Krankengeldes musste ich aber wieder Geld mit der Texterei verdienen – und so hatte ich nebenbei nicht mehr so viele Buchstaben für privates Geschreibsel übrig.

 

Die Zeit verging – und mit dem ersten Rezidiv änderte sich dann alles. Die Mut-Mach-Parole „yes we can“ wich anderen Schwerpunkten. Ich konnte und wollte nicht mehr an dem Buch weiterschreiben.

 

Eine langjährige Freundin, die eine PR-Agentur betreibt und sehr gute Kontakte zu Verlagen unterhält, hat seinerzeit das Buch beschrieben (und sogar zwei Verlage dafür interessieren können – aber wie gesagt, ich bringe meine PS nicht auf die Straße ;-))…

 

 

Die Autorin nimmt ihre „Liebe Du auch“ beherzt und mit Verstand mit auf ihren Weg durch einen noch unbekannten Lebensabschnitt.

 

Facettenreich wie das Thema selbst und sich verändernd wie die Gefühls- und Gedankenwelt der Autorin bietet dieses Buch vielschichtige Angebote an Lesestoff. Dabei spricht es auf verschiedenen Ebenen an, durchwirkt von emotionalen Momentaufnahmen, Schnappschüssen, E-Mails, sms und Kommentaren „Mit“-Betroffener. Passend zum Moment holt sie die Leserin in der Situation ab, in der sie gerade (fest)steckt und findet ebenso informative wie mitfühlende Worte. Sie klärt auf, wo man sonst nur Bahnhof versteht. Macht Mut und tröstet, wenn anderen die Worte fehlen.

 

Informativ

von der Diagnose bis hin zur Versteuerung von Krankengeld – wird Wichtiges, Wissenswertes oder einfach nur Interessantes Stück für Stück aufbereitet. Mal kompakt, mal infotaining und ein anderes Mal auch umfangreich detailliert.

 

Biografisch

…öffnet die Autorin ihren Leserinnen Tor und Tür zu ihrem persönlichen Schicksal. Sehr nah, sehr ehrlich, bisweilen etwas eigenwillig beschreibt sie auch solche Momente, die eigentlich unbeschreiblich sind.

 

Inspirierend

…durch ihren außergewöhnlich kreativen Umgang mit dem Thema in Worten und Bildern, lenkt die Autorin die Gedanken immer wieder in eine gänzlich unerwartete Richtung. Das lenkt ab, unterhält und sorgt hin und wieder sogar für ein kleines Schmunzeln.

 

In diesem bunten Mosaik kann sich Leserin einfach nur das herauspicken, was sie gerade beschäftigt. Oder aber dieses Buch wird zu einem ständigen Begleiter ins Wartezimmer, zur Chemo, ins Krankenhaus oder aufs Sofa.

Vor allem aber möchte dieses Buch Mut machen, den eigenen Weg zu finden und zu gehen. Und so bietet es Platz für jede Menge eigenes – auf den leeren Seiten für Notizen und auch zwischen den Zeilen. Schließlich schreibt jeder seine eigene Geschichte.

 

 

Es gibt also ein 300-seitiges Manuskript – lückenhaft, nicht ganz sauber ausformuliert und mit teilweise veralteten Infos sowie Fragen, die sich erst später klären ließen oder auch ungeklärt blieben…

Trotzdem steckt da Einiges drin und hinter, was hilfreich und anregend sein könnte. Und so habe ich mich entschieden, hier nach und nach die Kapitel, die ich seinerzeit geschrieben habe, einzustellen – weil sie schließlich doch noch zu etwas gut sein könnten…

 

 

Wer Lust hat, ein wenig zu blättern…

 

Vorwort

 

Dialog mit der Diagnose

 

01|   Brustkrebs!

                

02|   Wie konnte das passieren?

                

03|   Buh und tabu.

                

04|   Hereinspaziert…

 

05|   Wie sag ich’s meinem Kinde?

                

06|   Schlechte Nachrichten… 

                

07|   Und nun?

                

08|   Amtlich krank!

 

Was steckt in mir? 

 

09|   10|   11|   12|   13|   14|   15|   16|

 

Apokalypse oder gezielte Apoptose?  

 

17|   18|   19|

                

Die Chemie zwischen Befund, Behandlung und Befindlichkeit   

 

20|   21|   22|   23|

 

21 Wochen Ewigkeit